Historie
12. Juli 2011
Die Anfänge
Platte Heide ist der westlichste Stadtteil von Menden und war nach dem 2. Weltkrieg in den 50er und 60er Jahren die größte Baustelle in Menden. Wurden vor dem Krieg ausschließlich Siedlungshäuser, sogenannte Kleinsiedlerstellen, erstellt, in denen bei Kriegsausbruch etwa 150 Familien wohnten, baute die Westfälisch-Lippische Wohnungsgesellschaft nach dem Krieg auch Mehrfamilienhäuser und Genossenschaftshäuser, sodass Anfang 1970 schon fast 8.000 Menschen in diesem Ortsteil wohnten. Heute ist Platte Heide, mit rd. 10.000 Einwohnern, der größte Stadtteil im Gebiet der alten Stadt Menden.
Nachdem 1952 die Bonifatiusschule eingeweiht wurde, gründeten sich bald die ersten Vereine in dem aufstrebenden Stadtteil. Mit dem VfL Platte Heide wurde am 8.5.1954 der erste Sportverein aus der Taufe gehoben. Schon kurz darauf wurde eine Tischtennisabteilung gegründet, die 1956 ihren Spielbetrieb in wechselnden Räumlichkeiten aufnahm. Je nachdem wo gerade Platz war, spielte man im Saal der Gaststätte „Zum Stucken“, im Casino der früheren englischen Kaserne an der Bismarckstrasse oder in der Gymnastikhalle der Bonifatiusschule. Die Gymnastikhalle musste man sich mit anderen Abteilungen des VFL teilen und darüber hinaus fanden hier auch sonntags die evangelischen Gottesdienste statt. Das bedeutete, dass man vor Spielbeginn die Stühle wegräumen und auf die Bühne stellen musste, bzw. wenn samstags gespielt wurde, nach dem Spiel die Stühle für den sonntäglichen Gottesdienst ordentlich in der Halle aufstellen musste. Die ersten Tischtennisplatten wurden übrigens von den Mitgliedern in Eigenleistung aus Sperrholzplatten hergestellt. Für den Unterbau wurden dabei die notwendigen Holzgestelle auf den zahlreichen Baustellen organisiert. Auch die Scheinwerfer wurden, mit Hilfe von Kochtöpfen der Fa. Klusendick, natürlich selbst gebaut und vor jedem Spiel, von der Hallendecke aus, über die Platten heruntergelassen.
Da es in der Folge jedoch gegenüber den größeren Abteilungen, den Fußballern, Handballern und Leichtathleten, immer schwieriger wurde, die Wünsche nach geeigneten Trainingsmöglichkeiten und einer ausreichenden Geräteausstattung durchzusetzen, wurde inoffiziell von einigen Vorstandsmitgliedern geraten, die finanziellen Geschicke in eigene Hände zu nehmen, da unsere Abteilung dem Hauptverein zu teuer würde. Nachdem der Antrag zur Anschaffung einer Tischtennisplatte vom Vorstand abgelehnt wurde und von dem Gewinn des Waldfestes 1959 für die Tischtennisabteilung kein Anteil abfiel, obwohl die Mitglieder der Abteilung genauso an der Organisation des Festes beteiligt waren, wie alle anderen Mitglieder, wurde am 20.11.1959 eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Abt. Tischtennis im VfL Platte Heide einberufen. An dieser Versammlung in der Gaststätte Antoni nahmen 23 Mitglieder teil.
Als einziger Punkt der Tagesordnung stand die Loslösung der Tischtennisabteilung vom Hauptverein zur Debatte. Der Vorschlag, als eigenständige Abteilung unter Beibehaltung des Vereinsnamens, die Finanzen selbst zu verwalten, wurde einstimmig abgelehnt. Dagegen wurde die Neugründung eines selbstständigen Tischtennisvereins mit Wirkung zum 1. Dezember 1959 unter dem Namen „TTV Menden Platte Heide“ einstimmig beschlossen. Als 1. Vorsitzender wurde der bisherige Abteilungsleiter Heinrich Schnepel gewählt. 2. Vorsitzender und gleichzeitig Kassierer wurde Werner Rubel. Als Gerätewart wurde Gerhard Friedrich und als Jugendwart Wolfgang Mühlner gewählt.
Am 15. Januar 1960 fand eine Gründungsfeier des TTV Menden Platte Heide in der Gaststätte Kortsteger statt. Mit insgesamt 30 Mitgliedern, davon 14 Mädchen und Damen, startete der junge Verein hoffnungsvoll in eine neue Ära.
1. Dekade
In den ersten Monaten nach Gründung des Vereins wurde der Spielbetrieb noch in der Gaststätte „Zum Stucken“ abgewickelt. Die erste Herrenmannschaft nahm in der ersten Kreisklasse den Platz des VFL Platte Heide ein und spielte in folgender Besetzung:
Gerd Friedrich
Wolfgang Mühlner
Werner Rubel
Karl-Heinz Fellmer
Herbert Niering
Heinrich Schnepel
Schon bald wechselte man in die Aula und Gymnastikhalle der Bonifatiusschule. Hier fanden auch 1960 – also bereits wenige Monate nach der Gründung – die Kreismeisterschaften des Kreises Iserlohn, mit dem TTV als Ausrichter, statt. Bemerkenswert war die Tatsache, dass in der kleinen Turnhalle bei maximal 6 Tischen insgesamt knapp 100 Tischtennisspieler/-innen am Wettkampf teilnahmen. Für die hervorragende Organisation der Meisterschaften erhielten die Verantwortlichen des Vereins viel Lob und Beifall.
Kurz zuvor fanden auch die ersten Vereinsmeisterschaften des neu gegründeten Vereins statt. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung ehrte der 1. Vorsitzende, Heinz Schnepel, die Sieger und ermahnte sie, dem Tischtennissport die Treue zu halten. Dann gab es für jeden Vereinsmeister eine Urkunde und für die Schüler, die erst am Anfang ihrer sportlichen Laufbahn standen, zusätzlich einen Talisman. Und hier sind die Sieger der ersten Vereinsmeisterschaft:
Schülerinnen: 1. Ruth Gerld
2. Sonja Schnepel
Schüler: 1. Dieter Beckmann
2. Jakob Justus
Damen: 1. Ruth Gerld
2. Sonja Schnepel
3. Erika Zander
Herren: 1. Bernhard Heinmann
2. Horst Daneyko
3. Fritz Stein
4. Werner Rubel
Nach und nach stellten sich dann, bedingt durch fleißiges Training und gute Jugendarbeit, auch die ersten Erfolge ein. So wurden bei den damals noch alljährlich stattgefundenen Stadtmeisterschaften vordere Plätze eingenommen.
Die gute Vereinsarbeit, insbesondere im Jugendbereich, zahlte sich aus. Der Verein wurde immer größer. So nahmen Ende der ersten Dekade seit Bestehen des Vereins bereits mehrere Senioren- und Jugendmannschaften (insgesamt 9 Mannschaften) am Spielbetrieb teil. Durch systematische Aufbauarbeit und intensive Werbung hatte sich der TTV Menden Platte Heide bereits in wenigen Jahren einen hervorragenden Namen gemacht.
Die zweite Herrenmannschaft schaffte den Aufstieg in die erste Kreisklasse in der Saison 1964/1965 mit folgender Aufstellung:
Erich Janssen
Ullrich König
Wolfgang Mühlner
Manfred Werth
Herbert Schutzeichel
Rudi Welzel
1965 wurde Herbert Bruder Kreismeister bei den Senioren und die 1. Jugendmannschaft wurde 1968 ebenfalls Kreismeister.
Mendener Zeitung vom 29.1.1968
Beifall für Rundlaufpokal
TTV Menden Platte Heide will Trainingsstunden beleben
Die Mitglieder des Tischtennisvereins Platte Heide fanden sich in großer Zahl im Klublokal „Fasanenhof“ zusammen, um die Jahresberichte des Vorstandes entgegenzunehmen. Vorsitzender Friedrich freute sich über das rege Interesse am Vereinsgeschehen.
Bei den Neuwahlen des Vorstandes wurde Bernhard Heymann zum zweiten Vorsitzenden bestimmt, Schriftführer Beckmann und Kassierer Mühlner waren bereit, ihre Ämter für ein weiteres Jahr zu verwalten. Einstimmig entschied sich die Versammlung für Stefan Nagel als neuen Jugendwart.
Der Kassenbericht des Kassierers Mühlner wies eine gesunde Finanzlage aus. In seinem Jahresbericht betonte Vorsitzender Friedrich, dass er besonders stolz auf die TTV Jugend sei, die sich den Kreismeistertitel sichern konnte. Großes Interesse löste der Vorschlag des Sportkameraden Mühlner aus, zur Belebung der Trainingsstunden einen „Rundlaufpokal“ zu schaffen, der alle zwei Monate vergeben werden soll. Der Vorschlag wurde angenommen.
Mit dem Rundlauf wurde aus der Not eine Tugend gemacht. Bei den Trainingsabenden war der Ansturm auf die wenigen Tischtennisplatten so groß, dass durch den Rundlauf sichergestellte wurde, dass jeder Spieler mitspielen konnte, außerdem musste nach spätestens 15 Minuten der Tisch für die nächsten Teilnehmer frei gemacht werden.
Die Organisation des Spielbetriebs stellte die Verantwortlichen in dieser Zeit überhaupt vor zahlreiche Probleme. Wer kann sich heute eigentlich noch vorstellen, dass man bei Auswärtsspielen oft eine Anreise von über zwei Stunden mit Bus und Straßenbahn auf sich nehmen musste, um nur bis nach Hohenlimburg zu kommen. Nur Wolfgang Mühlner besaß zu dieser Zeit ein Auto. Zu einem Spiel in Letmathe wurde sein Kleinfahrzeug von der Polizei verfolgt, da die Scheiben bei winterlichen Verhältnissen von innen total vereist waren. Die Polizisten staunten nicht schlecht, als der Wagen vor der Turnhalle in Letmathe parkte und aus dem Wagen sechs Personenmit Sporttaschen ausstiegen. Die Polizisten ließen Gnade vor Recht ergehen und beließen es bei einer Ermahnung.
Bei den Vereinsmeisterschaften 1968 holte sich der erst 17-jährige Dieter Maywald erstmals den Titel im Herren-Einzel. Die weiteren Titel holten sich bei der Jugend Hartmut Adamek und bei den Schülern sicherte sich Joachim Treese den Titel.
Mendener Zeitung vom 20.11.1969
10 Jahre TTV
Heute stärkster Verein
Der TTV Platte Heide hatte am Samstagabend die grünen Platten in der Bonifatiusschule mit der „Schlegelschänke“ vertauscht und feierte dort im engsten „Familienkreis“ sein 10-jähriges Bestehen.
Als Gäste waren der Bruderverein, die DJK Platte Heide erschienen. Johannes Roigk überbrachte als Vorsitzender des Verbandes für Leibesübungen von Stadt und Amt Menden Grüße. Vorsitzender G. Friedrich sprach zuvor Grußworte und vermittelte einen kurzen Rückblick aus der Chronik des TTV, der heute zu den stärksten und beweglichsten Tischtennis-Vereinen des Kreises zählt. Sein Dank galt der aufopfernden Arbeit des ersten Vorsitzenden W. Mühlner und seiner nächsten Mitarbeiter, in dessen Fußstapfen der jetzige Vorstand getreten ist. Geschäftsführer H. Breitung überreichte daraufhin W. Mühlner und G. Friedrich die Vereinsnadeln in Gold. Die Nadel in Silber erhielten Manfred Manfred Werth, Dieter Beckmann, Dieter Maywald, Ulrich König und Rudi Jurasek. Für Bernhard Heymann, Werner Rombach, Herbert Buhne und Werner Rubel hielt er eine Ehrenurkunde bereit. Tanz und Unterhaltung fällten den weiteren Festabend.
Überhaupt stand das erste Jahrzehnt neben der sportlichen Zielsetzung ganz im Zeichen der Geselligkeit. Höhepunkte waren sicherlich die jährlichen Sommerfeste am Forsthaus in der Waldemei. Wer erinnert sich nicht gerne an diese Veranstaltungen, deren schönster Teil oft das Aufräumen am nächsten Tag war, das nicht selten erst am späten Abend endete. Oder die Knobelabende nach dem Training, wenn alle geschlossen in das Vereinslokal marschierten und bis spät in die Nacht gezockt wurde. Unvergesslich bleibt der Standardsatz von Gerd Friedrich: Einen trinken wir noch, dann gehen wir nach Hause……..
Auch die Karnevalsfeiern im Haus Kortsteger gehörten zu den Festen, die zum Vereinsleben zählten, genauso wie die Fahrten nach Oberhausen, wo man sich mit dem Tischtennisverein Concordia Lierich nicht nur sportlich gemessen hat, sondern anschließend zusammen mit den Ehefrauen und Freundinnen auch gemeinsam feierte.
Durch die Nachbarschaft zur englischen Kaserne und der Möglichkeit dort trainieren zu dürfen, wurden in dieser Zeit auch viele Freundschaften zu den Soldaten geschlossen, die schließlich zu einem Vergleichskampf mit einer Auswahlmannschaft der englischen Armee führten. Über das Ergebnis liegen keine Aufzeichnungen vor. Die Teilnehmer sind sich aber sicher, das anschließende „Kampftrinken“ deutlich gewonnen zu haben.
2. Dekade
Die zweite Dekade begann mit einem Paukenschlag. Nach mehrmaligem Anlauf schaffte die 1. Herrenmannschaft den Aufstieg in die Bezirksklasse. Und das sind die Spieler, die für den Aufstieg verantwortlich waren:
Die zweite Mannschaft verpasste dagegen den Aufstieg nur äußerst knapp. Sie kam im letzten Saisonspiel gegen Post Iserlohn „nur“ zu einem 8:8 Unentschieden und erreichte damit nicht den notwendigen zweiten Tabellenplatz. Sie wurde „nur“ Dritter.
Ein weiterer, riesiger Erfolg konnte durch die TTV Schüler in der Saison 1969/1970 verbucht werden. In der Besetzung Michael Kimm, Michael Lübke und Theo Ebel konnten sie die Endrunde um die Westdeutsche Tischtennis Schülermeisterschaft erreichen, die in der Sportschule Hachen ausgerichtet wurde. Die drei Jung-Stars wurden vom Jugendwart Paul Lente begleitet und hervorragend betreut. Nach sehr guten Vorrundenspielen konnte die Hauptrunde und später sogar das Endspiel erreicht werden. Auch im Endspiel zeigten die Jungs ihr außergewöhnliches Können. Der erst 12-Jährige und damit jüngste Teilnehmer Theo Ebel konnte die zahlreichen Zuschauer und Betreuer begeistern. Obwohl das Endspiel schließlich nach hartem Kampf verloren ging, überwog die Freude, den zweiten Platz bei den Westdeutschen Meisterschaften erreicht zu haben.
Nachdem die 1. Herrenmannschaft den lang ersehnten Aufstieg in die Bezirksklasse geschafft hatte, musste man leider in der folgenden Saison 1970/1971 wieder zurück in die Kreisliga. Das Ziel der Saison 1971/1972 war selbstverständlich der Wiederaufstieg in die Bezirksklasse. Als Tabellenzweiter nahm der TTV als Vertreter des Kreises Iserlohn im April 1972 an den Aufstiegsspielen im Dortmunder Eintrachthaus teil. Von den zehn Tabellenzweiten der Kreisligen im Bezirk Arnsberg konnte sich unsere Mannschaft in der Besetzung:
Dieter Maywald Dieter Güntner
Rolf Stenbrock Gerd Clauß
Willi Ebel Manfred Werth
durch eine hervorragende Mannschaftsleistung schließlich durchsetzen und den Wiederaufstieg gebührend feiern.
In der Spielserie 1974/1975 kam es erneut zu einem dramatischen Finish. Durch die Zugänge von Mariano Armenta und Heinz Hansen hatte die erste Mannschaft erheblich an spielerischer Klasse dazu gewonnen. Im Saisonverlauf wurde der TTV Letmathe – der bereits vier Punkte Vorsprung hatte – eingeholt. Nach Saisonende kam es zu einem Entscheidungsspiel in Iserlohn um den Aufstieg zur Landesliga. In einem dramatischen Spiel wurde der TTV Letmathe mit 9:7 besiegt. Der Aufstieg zur Landesliga war perfekt. Die Mannschaft, die diese großartige Leistung vollbrachte:
Mariano Armenta Michael Kimm
Dieter Maywald Gerd Clauß
Rolf Stembrock Heinz Hansen
Westfalenpost vom 20.4.1975
TTV Letmathe verlor knapp 7:9
TTV Platte Heide war im Endspurt doch stärker
Vor rund 200 stimmungsgeladenen Zuschauern stand die Partie erwartungsgemäß 1:1 nach den Doppeln. Schmidt/Schüttes Niederlage gegen Kimm/Maywald glichen Stake/Schilling über Armenta/Hansen in drei Sätzen aus. Im ersten Einzel hatte der neu in die Mannschaft gekommene Bartsch gegen den aufschlagstarken Stenbrock Pech, denn nach einer guten Partie gewann der Mendener nur knapp mit 22:20 und 22:20, doch Schmidt holte mit einem hart umkämpften 3-Satz-Sieg den 2:2 Ausgleich. Die Letmather konnten sich bald über eine 4:2 Führung freuen, denn in den Spitzenspielen blieben Stake (gegen Kimm) und Schilling (gegen Armenta) Sieger. Der überragende Maywald ließ Papenheim nur für kurze Zeit ins Spiel kommen, sodass die Letmather nur noch mit 4:3 in Front lagen. Nach harter Gegenwehr von Clauß stellte Schütte den alten Abstand wieder her (5:3). Dass Bartsch gegen den abwehrstarken Hansen nichts zu bestellen hatte, brauchten die Letmather noch nicht tragisch nehmen. Eine wichtige Vorentscheidung sollte jedoch im Einzel zwischen Schmidt und Stenbrock fallen. Nach 21:14 im ersten Satz musste der Letmather die Stärke des Gegners anerkennen. Der Sieg zum 6:4 war möglich, denn Schmidt führte im 3. Satz mit 19:16, aber am Ende konnte Stenbrock mit 21:19 jubelnd den Ausgleich erzielen. Stake konnte sich an Brett 1 auch gegen Armenta durchsetzen, aber Kimm schaffte gegen Schilling den wichtigen 6:6 Ausgleich. Zwei knappe, wenn auch nicht ganz unverdiente Erfolge von Maywald (gegen Schütte) und Clauß (gegen Papenheim) besiegelten das Schicksal der Letmather. Diese 8:6 Führung wurde „planmäßig“ über die Runden gebracht. Obwohl nach dem Erfolg von Stake/Schilling über Kimm/Maywald mit 7:8 der Anschluss gewahrt wurde, konnte das nochmalige Entscheidungsspiel nicht realisiert werden, da Armenta/Hansen sich die große Siegchance gegen Schmidt/Schütte nicht entgehen ließen.
Allerdings meldete sich der Spitzenspieler des TTV Mariano Armenta nach der Saison ab und so war es nicht verwunderlich, dass die junge Mannschaft die Landesliga nicht halten konnte und in der folgenden Saison den bitteren Weg des Abstiegs in die neugegründete Bezirksliga bestreiten musste.
Dagegen löste die 2. Herrenmannschaft eine riesige Freude in der Spielzeit 1976/1977 beim TTV aus. Mit den Spielern:
Heinz Hansen Paul Lente
K.-H. Ebel Rudi Jurasek
Michael Lübke Heinz Lutz
schaffte sie den Aufstieg in die Bezirksklasse. Ein weiterer sportlicher Meilenstein in der noch jungen Geschichte des Vereins war geschafft.
Westfalenpost vom 14.12. 1977
TTV Mädchen wurden Herbstmeister – Kornelia Biele ungeschlagen
Erfreuliches gibt es erneut vom TTV-Nachwuchs zu berichten. Thomas Reckers belegte bei der Westdeutschen Schüler-Rangliste einen beachtlichen neunten Platz, während die Mädels am letzten Spieltag der ersten Serie Herbstmeister wurden. Sie mussten gegen den bis dahin ebenfalls noch ungeschlagenen TV Westig antreten, dem sie mit 3:1 das Nachsehen gaben. Kornelia Biele, die mit Bappert und Steiner in der Mannschaft spielt, ist dabei als einzige in der ganzen Serie ungeschlagen geblieben.
Die erste Mannschaft wurde in der folgenden Saison durch die Jugendlichen Theo Ebel und Michael Lübke sowie den erstmalig beim TTV spielenden Dieter Fischer verstärkt. Mit dem unbedingten Willen, den Wiederaufstieg zu schaffen, konnte dieses Ziel nach einjähriger Abwesenheit auch erreicht werden. In allererster Linie war dies der guten Kameradschaft innerhalb des TTV zuzuschreiben. Mit dem Wiederaufstieg begann eine länger anhaltende Ära des TTV Menden Platte-Heide mit hohem Leistungsanspruch.
Nachdem Mariano Armenta in der darauf folgenden Saison wieder zurück zum TTV Platte-Heide kam, führte die erste Mannschaft in der Saison 1978/1979 lange die Landesliga vor dem TC Lichtendorf an. Erst am letzten Spieltag verlor man noch die Tabellenführung, hatte aber noch die Möglichkeit über eine Aufstiegsrunde den Aufstieg zur Verbandsliga zu schaffen. Aber in Steinhagen hingen die Trauben noch ein wenig zu hoch.
Der Verein bestand nun mittlerweile 20 Jahre und nahm mit 5 Seniorenmannschaften am Spielbetrieb teil, die in folgenden Ligen präsent waren:
1. Mannschaft Landesliga
2. Mannschaft Bezirksklasse
3. Mannschaft 1. Kreisklasse
4. Mannschaft 2. Kreisklasse
5. Mannschaft 3. Kreisklasse
Mit berechtigtem Stolz konnte man nach 20 Jahren auch weiterhin auf die gute Jugendarbeit verweisen. Die erste Jugendmannschaft wurde ungeschlagen 1979 Kreismeister und spielte ab der Saison 1979/1980 in der Bezirksklasse mit den Spielern:
Das Durchschnittsalter dieser jungen Akteure betrug 13 Jahre. Thomas Reckers wurde 1979 Bezirksmeister im Schüler Einzel und Doppel. Burghard Jünger errang den Titel eines Schüler Kreismeisters.
Neben der ersten Jugendmannschaft nahmen noch zwei weitere Jugendmannschaften in der 1. Jugendkreisklasse und 1. Schülerkreisklasse am Spielbetrieb teil.
Bei den Tischtennis-Damen war Kornelia Biele unbestritten das As. Sie wurde 1979 Mädelkreismeisterin und erreichte mit Tatjana Bappert und Angela Steiner die Zwischenrunde der Bezirksrangliste.
Der TTV Menden Platte Heide hatte 1979 eine stattliche Mitgliederzahl von insgesamt 130 Aktiven. Diese Zahl war seit Jahren konstant. Mit der Eröffnung der neuen Dreifach-Turnhalle erhoffte man sich einen weiteren Leistungsschub für den TTV.
Westfalenpost vom 29.12.1980
Viel Sport, viel Show
Knapp 400 Besucher in der Walramhalle
Wirklich, das ist echter Sportsgeist. Noch am Samstagmorgen wusste die zierliche Monika Meschede aus Wattenscheid nichts von ihrem Glück, beim Sportwerbetag in der Halle des Walram-Gymnasiums an den Start zu gehen. Erst die Absage der mehrfachen Deutschen Meisterin, Anke Abraham aus Lüneburg (Sie konnte aufgrund einer Erkrankung nicht kommen), ließ die Organisatoren des Nachmittags mit der westfälischen Meisterin in Verbindung treten. Monika setzte sich in den Zug nach Dortmund, wurde dort abgeholt und zeigte in Menden, wie schön die Gymnastik mit Band und Reifen sein kann. Die kleinen Patzer übersah das Publikum großzügig, den Idealismus der jungen Ruhrstädterin zudem mit viel Beifall honorierend.
Fast drei Stunden Programm am Samstag. Knapp 400 Zuschauer sahen Leistungs- und Breitensport. Zu Beginn vier Jugendliche der Tennisclubs aus Menden und Halingen, die Ausschnitte aus ihrem Trainingsprogramm demonstrierten. Aufschläge, Flugballspiel, Lobs. Das Ganze fachkundig kommentiert von Dieter Huhn.
Immer im Programm des Sportwerbetages: Ehrungen. Bürgermeister Ernst Eisenberg, der sich am Ende des Nachmittags selbst noch sportlich betätigen mußte, verlieh die Sportmedaille der Stadt Menden an Meinolf Schmitz (5. Platz bei den Deutschen Kanu-Jugendmeisterschaften), Uwe Witzke (Westdeutscher Meister über 1500 m Hindernis), Karl-Heinz Rennebaum (für 30 Jahre Vorstandsarbeit in der Turnabteilung des SV Menden) und Gerhard Friedrich für25 Jahre Vorstandsarbeit beim TTV Platteheide.
Sportler des Jahres wurde Heinz Winterbach, der Deutsche Meister über 50 m Brust der Senioren. Sportlerin des Jahres: Heike von Küstenfeld aus Lendringsen. Mannschaft des Jahres: das Schüler Team der MGC Biebertal.
Herzerfrischend am Schluß der Veranstaltung das Aufeinandertreffen von Wilfried Lieck, dem TT-Könner aus Altena und dem siebenjährigen Björn Dohle vom TTV Platteheide. Vorausgegangen waren die Kostproben der Tanzsportabteilung des SV sowie der Faustkämpfer unserer Stadt.
Aber auch im zweiten Jahrzehnt kam die Geselligkeit im Vereinsleben nicht zu kurz. Bei Wolfgang Mühlner, unserem Vereinswirt Anfang der 70er Jahre, war es üblich, dass die Spieler einer Mannschaft, die ihr Meisterschaftsspiel gewonnen hatten, nach dem Spiel als „Prämie“ einen halben Liter spendiert bekamen. Unvergesslich bleibt der Spieltag im Herbst 1974 als alle sechs Herrenmannschaften gleichzeitig ihre Spiele gewannen und Wolfgang insgesamt 36 „Halbe“ ausgeben musste. Trotzdem wurde der Tag für ihn noch zu einem guten Geschäft, denn die Siegesfeier dauerte bis spät in die Nacht.
Die Vereinsfahrt nach Mayschoss gehörte ebenfalls zu den Veranstaltungen, die allen Teilnehmern in guter Erinnerung bleibt, wenn auch mancher Vereinskamerad zu später Stunde nicht mehr alles mitbekam.
3. Dekade
Die Jahre zwischen 1979 und 1989 gehörten sicherlich in sportlicher Hinsicht zu den erfolgreichsten der Vereinsgeschichte. Aufbauend auf eine gute Nachwuchsarbeit mit dem Trainer Gerhard Clauß und Wolfgang Lente als Betreuer und Organisator der Auswärtsreisen, konnten die Seniorenmannschaften sukzessive durch junge Spieler ergänzt werden, die bereits in der Jugend zahlreiche Erfolge erzielt hatten. Björn Dohle und Thomas Reckers sowie Kornelia Biele und Tatjana Bappert sollen stellvertretend an dieser Stelle genannt werden. Die Kreismeisterschaften 1980, die erstmals in der gerade fertig gestellten neuen Sporthalle an der Bonifatiusschule stattfanden, standen ganz im Zeichen der jungen Talente des TTV. Alleine Cornelia Biele konnte mit sensationellen fünf Titeln aufwarten. Neben den Einzeltiteln in der Damen A-Klasse, Damen B-Klasse und Jugendklasse gewann sie auch die Doppelkonkurrenz bei der weiblichen Jugend und den Mixed-Titel zusammen mit Michael Kimm. Die Schüler A-Klasse gewann Stefan Reckers vor Marc Bappert und Björn Dohle. In der Schüler B-Klasse wurde Björn Dohle Kreismeister im Einzel und mit Markus Webelhaus auch im Doppel.
Überhaupt war die Damenmannschaft des TTV Anfang der 80er Jahre das Paradestück des Vereins. Von 1980 bis 1983 gelang dieser Mannschaft mit Kornelia Biele, Gaby Lux, Tatjana Bappert und Viola Ziemek der Durchmarsch von der Kreisklasse bis in die Verbandsliga. Höhepunkt war sicherlich die Endrunde zur Westdeutschen Mannschaftspokalmeisterschaft, die im September 1982 in Köln ausgetragen wurde. Nachdem man im Halbfinale die Damen des TTC Lülsdorf-Rheydt mit 5:3 besiegen konnte, stand man völlig unerwartet im Endspiel, in dem der favorisierte TV Sürth der Gegner war. Mit drei Siegen hatte Kornelia Biele den Grundstein für den überraschenden Sieg gelegt, den Gaby Lux mit zwei Siegen sicherstellte. Durch diesen Erfolg wurden natürlich auch höherklassige Mannschaften auf sie aufmerksam und so war es nicht verwunderlich, dass Kornelia Biele und Gaby Lux vom SSV Hagen, deren Damenmannschaft in der zweiten Bundesliga spielte, abgeworben wurden. Dieser Abgang war nicht zu verkraften, sodass die Damenmannschaft 1983 aufgelöst werden musste.
Bei den Herren gingen 1980 insgesamt 6 Mannschaften an den Start. Nachdem die erste Mannschaft 1980 in die Verbandsliga aufstieg, konnte sie die in sie gesetzten Erwartungen zunächst nicht erfüllen und musste 1982 sogar aus der Verbandsliga absteigen. Dagegen schaffte die zweite Mannschaft in der Besetzung: Lübke, Liedtke, Th. Ebel, Hansen, Jurasek und Lente nach dem Aufstieg 1980 in die Bezirksklasse, 1981 sogar den direkten Durchmarsch in die Bezirksliga. Die dritte Mannschaft spielte 1981 in der Kreisliga, verpasste jedoch den erhofften Aufstieg knapp. Dagegen wurde die vierte Mannschaft in der 1. Kreisklasse Zweiter und stieg in die Kreisliga auf. Die 5. und 6. Mannschaft spielten in der 2. Kreisklasse im oberen Mittelfeld, allerdings ohne wirkliche Chancen auf die Meisterschaft.
Nach einjähriger Abwesenheit schaffte die erste Mannschaft 1983 den Wiederaufstieg in die Verbandsliga. Mit dem erst 17-jährigen Burghard Jünger wurde ein Nachwuchstalent aus der Jugendabteilung in die erste Mannschaft berufen und damit die hervorragende Jugendarbeit belohnt. Noch jünger war Björn Dohle, der als Nr. 1 der dritten Mannschaft, mit dafür verantwortlich zeichnete, dass diese Mannschaft 1984 den Aufstieg in die Bezirksklasse schaffte.
Mendener Zeitung vom 29.12.1984
Ein neuer Stern am Tischtennishimmel?
Björn Dohle Star des TTV Platte Heide
Einer der besten Nachwuchsspieler im gesamten Kreisgebiet ist Björn Dohle vom TTV Platte Heide. Leider war Björn (15) aber auch der Pechvogel des Jahres. Nach einer Bänderdehnung bekam der TTVer sein Bein in Gips gelegt und musste somit auf die Westdeutsche Jugend-Meisterschaften, für die er sich qualifiziert hatte, verzichten. Von dieser Stelle Genesungswünsche an den Spieler, dem einmal die Zukunft an der Platte gehören kann.
Neben den vielen Mannschaftserfolgen konnte der TTV aber auch eine Reihe von bedeutenden Einzelerfolgen vorweisen. Außer Kornelia Biele, die 1982 sogar an den Deutschen Jugendmeisterschaften teilnahm, zeichneten sich hierbei insbesondere Thomas und Stefan Reckers sowie Björn Dohle und Burkhard Jünger aus.
Westfalenpost vom 7.5.1984
Erst im letzten Spiel drehte sich das Blatt
Maywald Sieger der Tischtennis-Kreisrangliste
Mit dem Sieg des Platte-Heider Verbandsliga-Spitzenspielers Dieter Maywald endete gestern Mittag in der Iserlohner Turnhalle Sundernallee die Tischtennis-Kreisrangliste. Der 32-jährige Mendener, als Vorjahres-Dritter zu den Favoriten zählend, war zweifellos der „kompletteste“ Spieler des letztlich auf acht Akteure geschrumpften Feldes und gewann verdientermaßen erstmals dieses ebenso nerven- wie kräfteraubende Turnier, obwohl er gegen den zweitplatzierten Letmather Karl Schmidt eine „vernichtende“ 6:21 – 13:21 – Niederlage einstecken musste.
„Gegen ihn kann ich einfach nicht gewinnen“ wusste der blonde Allroundspieler aus Platte-Heide schon vorher, dass ihn nur fremde Hilfe auf Platz 1 hieven konnte. Und da Schmidt vor dem direkten Vergleich nur gegen den glänzend startenden Iserlohner Lokalmatadoren Zoltan Ligeti verloren hatte und nach seinem Erfolg über Maywald das bessere Satzverhältnis aufwies, sprach alles für einen Gesamtsieg des kampfstarken Angreifers.
Doch im letzten Spiel wurde der Letmather eindrucksvoll vom Platte-Heider Gerd Clauß gestoppt. Der 34-Jährige setzte sich mit 21:17, 21:17 durch und konnte kurzfristig sogar selbst noch auf den Gesamtsieg hoffen, da am Nebentisch Maywald gegen den Letmather Nachwuchsakteur Andreas Kleinke den Eingangssatz verlor. Doch der Favorit setzte sich letztlich noch deutlich durch und schlug zum Abschluss – wieder erst im letzten Duchgang – auch Andreas Rötz aus Letmathe.
Während sämtliche Spiele trotz der bis zum letzten Ballwechsel anhaltenden Spannung fair über die Bühne gingen, zeigte sich “drumherum“ wieder einmal die Sensibilität der Aktiven. So war Schmidt keineswegs damit einverstanden, dass Funk („Er hätte gar nicht erst antreten dürfen“)nach drei Partien ausstieg, und ausgesprochen laut (und störend) wurde es, als sich Fischer weigerte, die nicht ausdrücklich in der Ausschreibung angegebene Startgebühr zu bezahlen. Zum Glück glätteten sich die Wogen jedoch wieder.
Das Endklassement:
1. Maywald (Platte-Heide) 12:6 6:1
2. Stake (TTV Letmathe) 11:4 5:2
3. Clauß (Platte-Heide) 10:5 5:2
4. Schmidt (TTV Letmathe) 10:5 5:2
5. Ligeti (TuS 46) 8:8 3:4
6. Fischer (Platte-Heide) 5:10 2:5
7. Kleine (TTV Letmathe) 5:11 2:5
8. Rötz (TTV Letmathe) 2:14 0:7
Anlässlich des 25-jährigen Vereinsjubiläums am 15.12.1984 wurden diese Erfolge in der kleinen Schützenhalle ausführlich gewürdigt und in geselliger Runde ausgiebig gefeiert. Gleichzeitig fand ein Jubiläumsturnier statt, zu dem die benachbarten Tischtennisvereine aus Menden und Lendringsen eingeladen waren und das Jubiläum abrundeten.
Im Jahr 1986 kam mit Stefan Sattler ein 16-jähriges Nachwuchstalent, der in Köln bereits in der Oberliga spielte, nach Menden. Als auch noch der ehemalige Bundesligaspieler Dr. Hans-Dieter Hoffmann 1988 die erste Mannschaft verstärkte, konnte 1989 der Aufstieg in die Oberliga perfekt gemacht werden. Und so sah die erfolgreiche Aufstiegsmannschaft aus:
Brett 1: Dr. Hans-Dieter Hoffmann
Brett 2: Björn Dohle
Brett 3: Thomas Reckers
Brett 4: Bernd Meyer
Brett 5: Dieter Maywald
Brett 6: Michael Lübke
Nachdem 1988 bereits Stefan Sattler den Verein in Richtung des Bundesligisten TTC Grün-Weiß Bad Hamm verlassen hatte, kehrte ein Jahr später auch Björn Dohle unserem Verein den Rücken, um in Hamm in der zweiten Bundesliga zu spielen.
4. Dekade
Das 4. Jahrzehnt sollte für den Verein die bisher schwierigste Phase werden und zwar nicht nur im sportlichen Bereich.
Allen Verantwortlichen war klar, dass ein erfolgreiches Abschneiden der 1. Herrenmannschaft in der Oberliga nur mit zusätzlichen Verstärkungen möglich war. Durch die Bekanntschaft mit Dr. Hoffmann konnte Malcolm Darroch, Teilnehmer an der Weltmeisterschaft 1985 verpflichtet werden, der zusammen mit Dr. Hoffmann das obere Paarkreuz in der ersten Oberligasaison bildete. Gemeinsam mit Thomas Reckers, Bernd Meyer, Dieter Maywald und Udo Pieper wollte man die erste Oberligasaison erfolgreich bestehen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten steigerte sich die Mannschaft und konnte zum Abschluss der ersten Oberligasaison einen zufriedenstellenden 8. Rang belegen.
Eine sensationelle Saison 1989/1990 spielte die zweite Mannschaft. Mit 44:0 Punkten wurde sie ungeschlagen Meister in der Bezirksklasse und stieg in die Bezirksliga auf. Dieser Erfolg wurde mit folgender Mannschaft errungen:
Michael Lübke, Gerhard Clauß, Theo Ebel, Udo Afting, Hendrik Bourgignon und Johannes Hermann. Außerdem wurde diese Saison durch drei Vizemeistertitel der anderen Herrenmannschaften gekrönt.
Westfalenpost vom 24.4.1990
Saison mit 44:0 Punkten beendet
TTV Platte Heide II wird mit beispielloser Rekordbilanz Meister
Bezirksklasse: TTC DJK Lendringsen – TTVPlatte Heide II 4:9
Die erwartete Spannung beim Duell der Ortsrivalen wollte zum Saisonschluss nicht aufkommen. Im letzten Spiel rundete die Platte Heider Zweite ihre beispiellose Erfolgsserie ab und kam zu einem ungefährdeten 9:4 Sieg. Ohne ein einziges Spiel verloren zu haben (44:0 Punkte) stellte die Mannschaft einen bemerkenswerten Rekord auf.
Leider hatte in den letzten Jahren zuvor die Jugendarbeit etwas gelitten, deswegen war die Freude umso größer, als Kornelia Biele nach bestandener Trainerausbildung im April 1990 zum TTV zurückkehrte um ihre Erfahrungen als ehemalige Bundesligaspielerin dem Nachwuchs zu vermitteln. Unter ihrer Leitung und in Zusammenarbeit mit Jörg Grünewald, Hendrik Bourgignon und Matthias Schmidt wurde die Jugendarbeit wieder intensiviert und die ersten Erfolge stellten sich schon bald ein.
In der zweiten Oberligasaison konnte sich die erste Mannschaft mit Stefan Sattler verstärken, der nach seinem Abstecher nach Hamm wieder zurückkehrte. Das perfekte Angriffsspiel unseres Spitzenspielers Malcolm Darroch begeisterte nicht nur die zahlreichen Zuschauer, sondern brachte auch viele Schüler und Jugendliche auf den Geschmack, die für einen wahren Ansturm auf die Jugendabteilung sorgten. Und so war es fast zwangsläufig, dass die erste Schülermannschaft schon nach einem Jahr, 1991, in der Besetzung Thomas Jurasek, Thorsten Leggemann, Maik Körner und Sascha Güntner Kreismeister wurde.
Die erste Mannschaft konnte zwar auch im zweiten Jahr Oberliga die Klasse halten, allerdings gab es innerhalb der Mannschaft in der zweiten Saisonhälfte einige Querelen, die letztlich dazu führten, dass mit Dr. Hans-Dieter Hoffmann, Malcolm Darroch und Stefan Sattler, die drei Spitzenspieler den Verein verließen. Damit stand die Mannschaft vor dem „Aus“ in der Oberliga. Zwar kam Björn Dohle wieder zurück aus Hamm und brachte mit Carsten Niedersteberg einen weiteren erfahrenen Spieler mit, beide konnten aber den Abstieg aus der Oberliga in der folgenden Saison nicht verhindern. Nachdem sich Björn Dohle anschließend aus gesundheitlichen Gründen aus dem TTV verabschiedete, konnte auch die Verbandsliga in der Saison 1992/1993 nicht gehalten werden. Nach zwei Jahren in der Landesliga gelang 1996 der Wiederaufstieg in die Verbandsliga.
Mitverantwortlich für diesen Erfolg war Daniel Becker, ein Jugendspieler aus Konny Bieles „Talentschuppen“. Daniel Becker, entdeckte 1990 Tischtennis für sich und wurde von Kornelia Biele intensiv geschult. 1991 wurde er bei den Vereinsmeisterschaften Dritter im Einzel in der Schüler – C Klasse. Bereits zwei Jahre später konnte er sich mit Platz 3 der Bezirksrangliste als jüngster Teilnehmer für die Endrunde der Rangliste auf WTTV-Ebene qualifizieren und wurde zusammen mit Thomas Jurasek, Maik Körner und Thorsten Leggemann Meister in der Jugend-Bezirksklasse. In der Folgezeit sammelte er die Titel als Kreismeister oder Bezirksmeister von der Schüler B – Klasse über die Jugendklasse bis zur Herren A-Klasse wie es vor ihm nur wenigen Spielern gelang.
Durch den sportlichen Niedergang der ersten Mannschaft Anfang der 90er Jahre, geriet jedoch zeitweise der ganze Verein in eine Schieflage. Nur noch wenige Sportkameraden zeigten sich bereit, Verantwortung zu übernehmen und so kam es, dass bei der Jahreshauptversammlung im April 1993 kein satzungsgemäßer Vorstand bestellt werden konnte. Zu allem Überfluss verließ Kornelia Biele, die quasi aus dem Nichts eine stark florierende Nachwuchsabteilung mit beachtlichen sportlichen Erfolgen aufgebaut hatte, den Verein. Weil sie nicht den benötigten Rückhalt der Vereinsführung spürte und ihre erfolgreiche Arbeit durch den Vorstand nicht ausreichend gewürdigt wurde, beendete sie im April 1993 ihre Tätigkeit für den TTV.
Um einen Ausweg aus dieser prekären Situation zu finden, fanden Gespräche mit dem TTC-DJK Lendringsen statt, der in den vergangenen Jahren von einem kleinen Vorortverein zu einem florierenden Club mit ausgezeichneter Jugendarbeit avancierte. Der TTV trat mit dem Vorschlag einer Fusion beider Vereine an die Lendringser heran. Nach intensiven Diskussionen im Vorstand, aber auch in der Mitgliederversammlung, sprach sich der TTC-DJK Lendringsen jedoch gegen eine Fusion aus. In dieser für die Zukunft und Existenz unseres Vereins unerfreulichen Lage, erklärte sich Dieter Maywald zusammen mit Wolfgang Sattler bereit, als 1. und 2. Vorsitzender bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung zu kandidieren. Am 8. Mai 1993 wurde dann einstimmig der neue Vorstand gewählt, dem neben Dieter Maywald und Wolfgang Sattler auch Marc Bappert als Geschäftsführer, Gerhard Clauß als Kassierer und Jörg Grünewald als Jugendwart angehören. Mit neuem Schwung und dem festen Vorsatz, der Jugendarbeit oberste Priorität einzuräumen, beendete der TTV eine Krise, die fast zur Auflösung des Vereins geführt hätte.
Anfang 1992 kam mit Karl-Heinz Meier ein Abwehrspezialist aus Thüringen zum TTV, der zu einer echten Verstärkung der 1. Mannschaft wurde. Aufgrund seiner Initiative kam es zu einem Freundschaftsspiel mit dem SV EG Suhl 1948 (Thüringen), dem Heimatverein von Karl-Heinz Meier. In den Folgejahren kam es zu jährlichen Treffen, abwechselnd in Suhl und in Menden, bei denen es neben den sportlichen Vergleichskämpfen immer ein abwechslungsreiches Programm für die jeweiligen Gäste gab, welches dann in einem harmonischen Beisammensein ausklang.
Mendener Zeitung vom 12.7.1995
25 Jahre nach dem Aufstieg noch in Form
„Dreamteam“ der TTV Platte-Heide bedankte sich mit Punkten bei den treuen Fans
25 Jahre nach ihrem gemeinsamen Aufstieg in die Bezirksklasse demonstrierte das „Dreamteam“ des TTV Platte-Heide seine Klasse erneut. Gegen eine Auswahl der dritten und vierten Mannschaft des TTV errangen die Tischtennis-Routiniers ein mehr als überraschendes 8:8 Unentschieden.
Unter den Augen vieler damaliger Fans zeigten die Mannen um Kapitän Manfred Werth, dass sie das Tischtennisspielen noch lange nicht verlernt haben. Der heutige erste Vorsitzende des Vereins, Dieter Maywald, hat seine Form von damals sogar noch gesteigert. Woche für Woche bewies er auch in der letzten Saison im Landesligateam des TTV, dass man auch über einen solch langen Zeitraum Spitzen-Tischtennis spielen kann. So steuerte er auch am Freitagabend zwei Einzelpunkte zum Ergebnis seiner Mannschaft bei.
Die damalige „Nummer eins“ war allerdings ein anderer, und zwar Rolf Stenbrock. Er ließ seine Gegenspieler mehrere Male „alt“ aussehen, wenn er mit seiner gefürchteten Rückhand den Ball unerreichbar über das Netz katapultierte. Doch das Glück fehlte ihm jeweils im dritten Satz.
Im mittleren Paarkreuz sorgten Manfred Werth und Dieter Güntner für Furore. Beide konnten jeweils einen von den Ehefrauen umjubelten Sieg verbuchen. Das untere Paarkreuz der „Traditionsmannschaft“ war mit Dieter Beckmann und Rudi Jurasek besetzt. Beflügelt durch die 25 Jahre treu gebliebenen Fans konnte Rudi Jurasek beide Spiele gewinnen. Auch Dieter Beckmann kämpfte wie in alten Tagen um jeden Punkt, doch war er durch eine leichte Verletzung gehandicapt. Als das Schlussdoppel Stenbrock/Maywald den achten Punkt holte, war ein tolles Spiel gelaufen, gleichzeitig der Anfang für einen amüsanten Abend gemacht.
Für das Auswahlteam des TTV spielten: Paul Lente, Werner Klaas, Bernhard Bürger, Matthias Schmidt, Alfred Kimm, Heinz Lutz und Reinhard Höppe.
5. Dekade
Anlässlich des 40-jährigen Vereinsjubiläums veranstaltete der TTV im August 1999 ein Jubiläumsturnier, zu dem Bürgermeister Rudi Düppe und der 1. Vorsitzende Dieter Maywald zahlreiche Gäste begrüßen konnten. An dem Turnier nahmen der TTC-DJK Lendringsen, die SG Post Iserlohn, TTVg Schwerte, unser Partnerverein aus Suhl, sowie der TTV mit zwei Mannschaften teil. Die sportliche Attraktion war der, aus Suhl angereiste, chinesische Spitzenspieler Jang. Der chinesische Juniorenmeister demonstrierte den Festbesuchern und den Aktiven atemberaubende Kunststücke. Nicht unerwartet war er auch der einzige ungeschlagene Spieler in dem Turnier. In zwei Vorrundengruppen spielten die Teams die beiden Finalisten aus. Bis dahin hatte sich das TTV-Team mit Daniel Becker und den beiden Neuzugängen Peter Freda und Marcel Kautz deutlich gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Im Finale wartete das, dank ihres Spitzenspielers Jang, enorm starke Team aus Suhl. Der Chinese besorgte zwar vier Punkte, dennoch behielt das TTV-Trio mit 5:4 die Oberhand.
Ein weiterer Höhepunkt des Festprogramms war das Torwandschießen. Dem Gewinner erwartete schließlich eine Reise nach Paris. Im Finale war Reiner Cloer mit drei Treffern schließlich der glückliche Gewinner. Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung, da auch die Kinderattraktionen wie Hüpfburg, Spielmobil und Trödelmarkt voll zur Geltung kamen.
Im sportlichen Bereich begann das 5. Jahrzehnt recht erfolgreich. Während die 1. Mannschaft in der Verbandsliga einen 8. Platz belegte, verfehlte die Reserve, bedingt durch unglückliche Verletzungen der TOP-Spieler, mit dem 3. Platz nur knapp den Aufstieg in die Bezirksliga. Die dritte Mannschaft schaffte als Kreisligameister den Aufstieg in die Bezirksklasse und die vierte Mannschaft belegte als Aufsteiger einen guten 8. Platz in der Kreisliga. Die fünfte Mannschaft sicherte sich in der Aufstiegsrunde den 2. Platz, der den sicheren Aufstieg bedeutete. Allerdings warf der Staffelleiter dem TTV einen Formfehler während der Aufstiegsspiele vor. Trotz eingelegten Protestes wurde dadurch der erhoffte Aufstieg verhindert.
Im Nachwuchsbereich schaffte die 1. Jugend als Kreisligameister den Aufstieg in die Bezirksklasse und bei den Schülern waren die B-Schüler Thomas Kimm und Daniel Brüning insbesondere bei den Ranglistenturnieren auf Kreis- und Bezirksebene erfolgreich.
Mendener Zeitung vom 11.9.2000
Daniel Becker holt sich vier Titel
300 Teilnehmer gingen bei Tischtennis-Kreismeisterschaften an den Start, die vom TTV Platte-Heide am vergangenen Wochende in der Bonifatiushalle ausgerichtet wurden. Erfolgreichster Spieler war Daniel Becker vom TTV, der den Heimvorteil zu insgesamt vier Titeln nutzte. Er war im Einzel sowohl bei den Herren, als auch bei den Junioren erfolgreich und gewann auch das Junioren-Doppel sowie den Mixed-Wettbewerb mit seiner Lendringser Partnerin Silke Schmidt. Ebenfalls Kreismeister wurden Richard Brüning (TTV / Herren D), Dieter Maywald (TTV / Senioren Einzel) und das Platte-Heide Senioren-Doppel Dieter Maywald / Gerd Clauß. Bei den A-Schülerinnen belegte Beate Libowski (TTV) den zweiten Platz.
Eine wichtige Änderung im Tischtennissport wurde nach langer Diskussion im Jahr 2001 umgesetzt. Wurde bisher ein Satz bis 21 Punkten gespielt, so sollten ab sofort die Sätze nur noch bis 11 Punkte gespielt werden. Das Aufschlagrecht wechselte nicht mehr nach 5, sondern bereits nach 2 Punkten. Außerdem sollten alle Meisterschaftsspiele über drei, statt wie bisher über 2 Gewinnsätze gehen. Nachdem bereits seit einigen Jahren mit größeren Bällen gespielt wurde, sollte diese Änderung auch dazu beitragen, den Tischtennissport für die Zuschauer noch attraktiver zu machen. Während die größeren Bälle noch Zustimmung bei den Aktiven gefunden hatten, sorgte diese geplante Neuerung aber für allgemeines Kopfschütteln und Verständnislosigkeit. Aber wie vieles im Leben so ist, mit der Zeit gewöhnte man sich an alles, auch an die neue Elfer-Regel.
Angesichts zahlreicher Abgänge im Seniorenbereich wurde das Thema Fusion mit dem TTC-DJK Lendringsen im Jahr 2001 noch einmal aufgegriffen. Aber auch diesmal kam es zu keiner Einigung mit dem Nachbarverein, sodass der Vorstand schließlich für die Saison 2002/2003 die erste Mannschaft aus der Verbandsliga zurückziehen und in der Bezirksliga einen Neuanfang machen musste. Letztlich war der Abgang von Daniel Becker, der zum Zweitligisten Post Hagen wechselte, sowie die Rückkehr von Tobias Schulte nach Lendringsen sportlich nicht aufzufangen.
Westfalenpost vom 13.3.2002
Becker nach Hagen
Topspieler verlässt Platte Heide
Daniel Becker, Spitzenspieler des TTV Platte Heide, verlässt den Tischtennis-Verbandsligisten zum Saisonende und wechselt zum Oberliga-Team von Post-SV Hagen. Das bestätigte Thorsten Hödtke, Manager des Zweitligateams und sportlicher Leiter der unteren Mannschaften.
Schon im vergangenen Jahr war der 20-Jährige mit den Volmestädtern einig, der Wechsel wurde aufgrund der prekären Situation der Platte Heider aber wieder rückgängig gemacht. Becker soll im oberen Paarkreuz der Oberliga-Mannschaft spielen und die Möglichkeit erhalten, mit dem Zweitliga-Kader zu trainieren. “Und dann wollen wir seine weitere Entwicklung mal abwarten“, sagt Thorsten Hödtke.
Im Hinblick auf die weitere sportliche Entwicklung des Vereins galt es nun, über eine erfolgreiche Jugendarbeit mittelfristig wieder junge Talente aus dem Verein in die Seniorenmannschaften zu integrieren. Mit Tobias Dickel und Thilo Hoffmeister konnten sich bereits zwei Jugendspieler bei der Kreisrangliste 2004 für höhere Aufgaben empfehlen. Mit Simon und Daniel Brüning sowie Tim und Lars Hankeln standen weitere Talente im Hintergrund, die aber bereits im Jahr 2004 auf sich aufmerksam machten. Außerdem sollte die Rückkehr von Kornelia Biele als Jugendtrainerin mit dazu beitragen, an die früheren Erfolge unserer Jugendmannschaften anzuknüpfen.
Nachdem die 1. Herrenmannschaft in der Bezirksliga zwar immer in der oberen Tabellenhälfte spielte, gelang ihr erst in der Saison 2006/2007 der erhoffte Aufstieg in die Landesliga. In 2008 erreichten Dieter Maywald, Karl-Heinz Meyer und Manfred Königsmann den zweiten Platz bei den Westdeutschen Seniorenmannschaftsmeisterschaften und qualifizierten sich damit für die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft. Für diese großartige Leistung erhielt die Mannschaft die bronzene Ehrenmedaille der Stadt Menden. Leider konnte die Mannschaft bei den Deutschen Meisterschaften nicht an die guten Leistungen bei der Westdeutschen anknüpfen und musste sich mit Rang 8 zufrieden geben.
Zum absoluten Aushängeschild des Vereins wurde jedoch die 1. Jugendmannschaft, die 2007 in der Aufstellung
Simon Brüning
Lars Hankeln
Daniel Brüning
Tim Hankeln
Bezirksligameister wurde und damit in die Verbandsliga, der höchsten deutschen Jugendklasse aufstieg. Tim Hankeln und Daniel Brüning verstärkten im Folgejahr die 2. Herrenmannschaft und Tobias Dickel wurde Stammspieler in der 1. Herrenmannschaft und trug mit dazu bei, dass die 1. Mannschaft nach dem Aufstieg in die Landesliga diese Klasse sicher halten konnte.
Mendener Zeitung vom 15.3.2007
TTV-Jugend bejubelt Aufstieg
Brüning und Hankeln-Geschwister buchen Ticket für die Verbandsliga
Der Verbandsliga-Aufstieg ist geschafft! Durch einen Zittersieg beim Tabellenvierten TTSG Lüdenscheid und gleichzeitiger Niederlage des schärfsten Konkurrenten TSV 1860 Hagen ist das Team uneinholbar mit sieben Punkten vorn.
Für Tim und Daniel rückten Moritz Köchling und Dominik Henne in die 1. Jugendmannschaft und sorgten zusammen mit Simon Brüning und Lars Hankeln dafür, dass der Aufsteiger im ersten Jahr sofort Meister der Verbandsliga wurde. Damit war die Qualifikation für die Endrunde zur Westdeutschen Mannschaftsmeisterschaft geschafft. Hier kam es zu einem Aufeinandertreffen mit der favorisierten Mannschaft von Borussia Düsseldorf, dem späteren Meister. Leider konnte nur Simon Brüning in diesem Spiel einen Punkt holen, sodass letztlich nur der undankbare 4. Platz erreicht wurde.
In der Besetzung Lars Hankeln, Dominik Henne und Moritz Köchling wurde die Schülermannschaft Westdeutscher Pokalsieger 2008. Auch diese Mannschaft wurde für ihren Erfolg mit der bronzenen Ehrenmedaille der Stadt Menden ausgezeichnet.
Ein weiterer, ungewöhnlicher Erfolg war bei den Schülern in der Saison 2007/2008 zu verzeichnen. Ungeschlagen und verlustpunktfrei wurde die Schüler-A Meister der Schüler-A Bezirksliga und stieg damit in die Jungen Bezirksklasse auf. Fabian Biele im Einzel und zusammen mit Maximilan Vieth im Doppel gewann alle Spiele und so sah die Aufstellung der erfolgreichen Nachwuchsmannschaft aus:
Maximilan Vieth
Fabian Biele
Sven Aufmhof
Robin Komorowski
Der Erfolg der Schülermannschaft schlug sich auch in der Nominierung zur Mannschaft des Jahres 2008 in Menden nieder. Bei der Wahl wurde die
Mannschaft zur viertbesten Mannschaft, noch vor der renommierten Handballmannschaft von Schwitten, gewählt.
Über die sportlichen Zielsetzungen hinaus war der TTV Menden Platte-Heide aber auch stets bemüht im gesellschaftlichen Bereich einen angemessenen Beitrag zu leisten. Insbesondere die zahlreichen Vereinsausflüge trugen zur Förderung des Gemeinschaftssinnes bei. Alle, die je bei einem dieser Ausflüge dabei waren, werden bestätigen, dass diese Reisen für die Kameradschaft sehr förderlich waren und viele Freundschaften dabei geschlossen wurden. Gehörten in den 70-er Jahren die Fahrten in das Ferienhaus des Sportkameraden Dieter Fischer an der Nordseeküste zu den Highlights, waren in den 90- Jahren die Fahrten zu unserem Partnerverein nach Suhl sehr beliebt. In den letzten Jahren wurden Vatertagsausflüge in das Schwarzwaldhotel Ruhbühl in Lenzkirch organisiert, wo ein Tennisturnier und ausgedehnte Wanderungen durch den Hochschwarzwald zum festen Programm gehören. Auch die von der Jugendabteilung organisierten Ferienfreizeiten mit Trainingslager auf der Insel Rügen erfreuten sich einer großen Nachfrage und waren stets ausgebucht. Die in 2008 erstmals ausgetragene Fahrradralley wurde ebenfalls ein großer Erfolg und soll in den kommenden Jahren zur ständigen Einrichtung werden.
An dieser Stelle kann nur an den Vorstand und alle Mitglieder appelliert werden, diese Tradition der Ausflüge fortzusetzen und daran teilzunehmen, um das Zusammengehörigkeitsgefühl auch zukünftig zu festigen.
Durch die Ausrichtung von zahlreichen Turnieren hat sich der TTV außerdem einen Namen als erstklassiger Veranstalter gemacht. Neben fast unzähligen Turnieren auf Kreis- und Bezirksebene soll hier insbesondere die Ausrichtung der Bezirksmeisterschaft 2005 mit über 300 Teilnehmern genannt werden. An dieser Stelle ist ein besonderes Lob für den Sportkameraden Matthias Schröder angebracht. Nachdem sein Sohn Thomas bereits 1999 Mitglied in unserem Verein wurde, trat zwei Jahre später auch Matthias unserem Verein bei. Obwohl er gar nicht aktiv am Spielbetrieb teilnimmt, war er sofort bereit, sich ehrenamtlich für den Verein zu engagieren und ist seitdem außerordentlich erfolgreich als Geschäftsführer für den TTV tätig. Zwischenzeitlich gehört auch Thomas als Jugendwart dem Vorstand an und tritt damit langsam in die Fußstapfen seines Vaters. Es bleibt zu hoffen, dass Familie Schröder (selbstverständlich gehört auch die Ehefrau von Matthias zu den engagierten Helfern bei Turnieren und Jugendfreizeiten) dem Verein noch lange verbunden bleibt.
Ausblick
Zu unserem 50-jährigen Jubiläum können wir mit Stolz auf unsere Vereinsgeschichte zurückzublicken. Es ist ein Grund zum Feiern, aber gleichzeitig auch Anlass, an die Zukunft zu denken, die neue Herausforderungen an die Mitglieder und Verantwortlichen des Vereins stellen wird. Unser Ziel wird sein, auch zukünftig Kinder und Jugendliche für unseren schönen Tischtennissport zu begeistern und auch die Eltern zu animieren, am Vereinsleben aktiv teilzunehmen. Der TTV Menden Platte Heide e.V. fühlt sich seit seiner Gründung der Jugendarbeit verpflichtet. Jugendarbeit ist planbar und organisierbar, ihr Erfolg machbar, wenn auch nicht in jedem Fall von vornherein zu garantieren. Sehr viel hängt von dem Engagement, der Begeisterungsfähigkeit und den Führungsqualitäten der Jugendleiter und Trainer ab. Wenn die Jugendlichen eine Portion Leistungsbereitschaft mitbringen, werden sie schließlich auch sportlichen Erfolg erzielen. Beides ist ohne Optimismus nicht zu erreichen. Für alle Verantwortlichen, den Vorstand, den Jugendausschuss, die Trainer und Betreuer gilt deshalb, durch weitere, aktive Jugendarbeit das bereits vorhandene Fundament zu stärken, das in Zukunft auf eine Fortsetzung der sportlichen Erfolge unserer Jugend und dadurch langfristig auch auf eine positive Leistungsentwicklung der Seniorenmannschaften hoffen lässt.